5.12.2006
Süddeutsche Zeitung schreibt Herbert-Riehl-Heyse-Preis aus
Zum zweiten Mal schreibt die Süddeutsche Zeitung den Herbert-Riehl-Heyse-Preis aus. Ausgezeichnet wird ein politischer Essay, ein Kommentar oder ein nachdenklicher Aufsatz, der in den Jahren 2005 und 2006 in einer deutschsprachigen Zeitung oder Zeitschrift erschienen ist. Der Preis, den die Gesellschafter des Süddeutschen Verlages gestiftet haben, wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10 000 Euro dotiert. Mit dem Preis soll das journalistische Vermächtnis Herbert Riehl-Heyses in den Medien lebendig gehalten werden.
Eingereicht werden können Beiträge über Themen zu Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft. Übersetzungen sind ausgeschlossen. Jeder Bewerber kann seine Arbeit selber einreichen. Auch Beiträge, die von Lesern vorgeschlagen werden, finden Berücksichtigung, müssen aber vom Einsender begründet werden. Der Einsendeschluss ist am 28. Februar 2007.
Nominierungen sind an die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung zu richten. Stichwort: Herbert-Riehl-Heyse-Preis, Sendlinger Straße 8, 80331 München. Oder per E-mail an: Herbert-Riehl-Heyse-Preis@sueddeutsche.de
Die Jury entscheidet in vertraulicher Sitzung im März. Die SZ stellt den Preisträger und seine Arbeit vor. Die Verleihung des Preises findet Ende April in festlichem Rahmen in München statt.
Herbert Riehl-Heyse schrieb 30 Jahre lang als Reporter, Essayist und Streiflichtautor für die Süddeutsche Zeitung. Er beherrschte als Journalist eine politisch wie auch literarisch geprägte Form der Berichterstattung, die für die SZ und eine ganze Generation von Autoren stilbildend war: eine unaufdringliche, distanziert-kritische Schreibweise, oft selbstironisch, aber auch scharf im Ton, wennn es tadelnswerte Zeiterscheinungen zu geißeln galt. Riehl-Heyse ist im April 2003 im Alter von 62 Jahren gestorben.
Der Jury gehören an: Die Kolumnistin Franziska Augstein (München), SZ- Chefredakteur Hans Werner Kilz, der stellv. SZ-Chefredakteur Kurt Kister (München), die leitende Redakteurin Evelyn Roll (Berlin), Gabriele Riehl-Heyse (Eichenau bei München), der Autor Jürgen Leinemann (Berlin), der Schriftsteller Wladimir Kaminer (Berlin), der Autor Frank A. Meyer (Zürich) und Professor Wolfgang R. Langenbucher, Kommunikationswissenschaftler (Wien).
